Karriere & Verwirklichung

Als pluralistische Gruppe haben wir nicht eine geschlossene Meinung. Verschiedene Leute, die in unserem Kontext aktiv sind, geben hier immer wieder eine Sichtweise zum besten.

Unsere Gesellschaft hat die privaten Elemente, wie Kreativität, Loyalität, Vertrautheit usw., in die Öffentlichkeit, in den Job gebracht. Selbstverwirklichung findet nicht mehr im Privaten, sondern in der Öffentlichkeit statt. Womit auch die Formen der Verwirklichung, sei es Lebensstil, Karriere, in Konkurrenz stehen, da die Subjekte im Kapitalismus in einem unumstößlichen Vermittlungszusammenhang, zu der auch die Konkurrenz gehört stehen.

Dadurch ändert sich nun die Bedeutung des Begriffs Verwirklichung. Wenn man meint sich verwirklicht zu haben, steht dieser Begriff nicht mehr im ursprünglichen Sinne da, nämlich die Anerkennung der individuellen Taten in der Gesellschaft, sondern in einer funktionellen, einer das gesellschaftliche Verhältnis rationalisierenden und legitimierenden Funktion.

Man hat nicht das getan für was man sich interessiert, man hat das getan, was die Umgebung von einem verlangt hat. Man hat nicht die Umgebung nach seinen Wünschen gestaltet, sondern die Umgebung einen selbst.
Karriere ist das Gegenteil von Verwirklichung. Durch Verwirklichung drückt der Mensch sich in der Gesellschaft aus. Durch Karriere drückt sich die Gesellschaft im Menschen aus.
Selbstverwirklichung ist von einem Recht zur Pflicht geworden.

In Ihr ist keine Entwicklung mehr, sondern nur noch Anpassung zu sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.